Offensive für den lokalen Einzelhandel: Schenk Lokal

Gemeinsam gegen die Großen: Die Kölner Händler, Gastronomen und Dienstleister gehen mit „Schenk Lokal“ gegen den Onlinehandel in die Offensive. Ab Herbst gibt es in Köln einen Gutschein zu kaufen, der lokale Unternehmen stärken soll. Wie das funktioniert, habe ich hier für euch zusammengefasst.

Amazon und zahlreiche Online-Shop sind auf dem Vormarsch. Alles was man für sein Leben braucht kann man inzwischen online erstehen. Besonders zu spüren bekommen das kleine, inhabergeführte Geschäfte schon seit Jahren. Aber nicht nur der Einzelhandel leidet unter dieser Situation. Wer in die Stadt geht, um zu shoppen, besucht häufig auch noch das ein oder ander Café, oder bekommt irgendwann hunger. Das heißt: Auch die Kölner Gastwirte und Dienstleister leiden mit, wenn die Leute zum Shoppen lieber zuhause bleiben.

Mer stonn zesamme

„Was tun?“, sprach Zeus. Während Zeus nicht die Antwort fand, haben sie einige Kölner Händler, Gastronomen und Dienstleister jetzt gefunden. Gegen „das Internet“ sind sie allein schwach, aber als Gemeinschaft zusammen sind sie stark. Daher schließen sie sich nun zusammen, um eine faire und lokale Alternative für das Online-Shopping zu schaffen. Ähnlich wie im Pop-Up-Store „Die Klüngelei“, in dem es verschiedenste Produkte Kölner Anbieter an einem Ort zu kaufen gibt, denkt dieses Konzept noch deutlich größer.

„Schenk Lokal“ heißt die Initiative, hinter der sich ein geschäftsübergreifender Geschenkgutschein für Köln verbirgt. Auch der Kölner „Handelskümmerer“, Hans-Günter Grawe unterstützt das Konzept: „Wenn jeder Geschäftsinhaber nur bis zu seiner eigenen Türschwelle denkt und handelt, kommt man nicht weit, aber wenn alle gemeinsam etwas anpacken, kann ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber den großen Onlinehändlern geschaffen werden.“ Rabatte oder Vergünstigungen wird es mit Schenk Lokal allerdings nicht geben.

Georg Hempsch, Geschäftsführer der Kölner Kaffeemanufaktur und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Lindenthal (l.) und Alexander Strieder, Geschäftsführer der QDEGA Loyalty Solutions GmbH

Georg Hempsch, Geschäftsführer der Kölner Kaffeemanufaktur und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Lindenthal (l.) und Alexander Strieder, Geschäftsführer der QDEGA Loyalty Solutions GmbH

So funktioniert „Schenk Lokal“

Im Grunde ist „Schenk Lokal“ ein Einkaufsgutschein für ganz Köln. Der Beschenkte kann den Gutschein bei allen teilnehmenden Akzeptanzstellen in der Stadt einlösen und bleibt flexibel. Der Schenkende muss sich vorher keine Gedanken machen, wo der Gutschein konkret eingelöst werden soll. Ein bisschen wie Amazon, nur offline und mit der Möglichkeit zwischendurch ein Käffchen zu trinken.

„Schenk Lokal“ ist damit eine zentrale Plattform, über die alle teilnehmenden Händler, Gastronomen und Dienstleister gemeinsam beworben werden. Und dies wiederum stärkt mit jedem eingesetzten Gutschein die lokalen Unternehmen und die Kaufkraft bleibt in den Veedeln. Für uns als Kunden ist es einfach eine gute Möglichkeit sein Geld dort auszugeben, wo man wohnt und lebt. Und es ist eine gute Möglichkeit, um Freunde mit dem Gutschein dazu anzuregen, wieder mehr lokal einzukaufen.

Der „Schenk Lokal“-Gutschein wird im Herbst in den Verkauf gehen und kann dann über die Webseite www.schenk-lokal.de sowie bei allen teilnehmenden Akzeptanzstellen bezogen werden.

Bis zum offiziellen Startschuss werden im Moment noch weitere Geschäftsinhaber gesucht, die sich der Initiative anschließen möchten.

Daniela

Daniela

"Die Frau hinter Veedelsliebe." Ich wohne seit Oktober 2016 in Nippes und habe das Veedel vom ersten Moment an geliebt. Nun möchte ich diese Liebe an meine Leser weitergeben. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und erkunden.

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